20 Years in Practice – Rückblick #3: „With a little help from my friends“

Mein erklärtes berufliches Ziel nach meiner Wahlstation in Paris bei Joachim Kuckenburg und Olivier Bureth war die Schiedsgerichtsbarkeit.

Aber aus einer Reihe von persönlichen Gründen wollte ich in Berlin bleiben – damals noch weit weniger ein Ort für dieses Metier als heute.

Mir war klar: Du brauchst einen langen Atem, und Du musst Dich bemerkbar machen. Mein erster Meilenstein war meine Doktorarbeit zu einem möglichst praxisrelevanten Thema:

👉 „𝐀𝐛𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠𝐬𝐟𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞𝐦 𝐈𝐧𝐬𝐨𝐥𝐯𝐞𝐧𝐳𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐈𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐬𝐠𝐞𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬𝐛𝐚𝐫𝐤𝐞𝐢𝐭: 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐮̈𝐜𝐤𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐞𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐠𝐫𝐞𝐧𝐳𝐮̈𝐛𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐈𝐧𝐬𝐨𝐥𝐯𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐬𝐠𝐞𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞“

Lang, sperrig – und damals kaum erforscht. 2006 war sie fertig; ein kleiner Kraftakt zwischen Bibliothek und Kanzlei. Im Jahr darauf habe ich die Arbeit an einem grauen Herbsttag an der Universität Rostock erfolgreich verteidigt und danach in einer Rostocker Hafenkneipe begossen (Beweisfoto anbei).

2008 wurde sie mit dem Förderpreis der DIS ausgezeichnet – eine Anerkennung, die mir damals vor allem eines gab: Rückenwind, mich noch tiefer in die Schiedsgerichtsbarkeit hineinzuwagen.

Was ich nicht ahnte: Mein Thema würde mich bis heute begleiten – in der Praxis, in Publikationen, auf Konferenzen, ja selbst hier auf LinkedIn.

📌 Heute berate ich regelmäßig und gerade ganz aktuell zu Fragen an der Schnittstelle von Insolvenz und Schiedsgerichtsbarkeit, oft in komplexen grenzüberschreitenden Konstellationen. Auch als Schiedsrichter habe ich immer wieder mit diesen Fragen zu tun.

📌 Erst kürzlich habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Carl-Christian Kramer (München) im Rahmen eines Projekts der International Bar Association den Länderbericht für Deutschland veröffentlicht: https://lnkd.in/dnb7AGxq

🙏 Mein Dank gilt allen, die mich damals begleitet haben – fachlich, menschlich, logistisch. Erwähnt seien Ideengeber und Sparringspartner wie Joachim Kuckenburg, Stefan Kröll und Ulrike Gantenberg; mein Doktorvater Prof. Harald Koch; die promotionsbegleitenden Mentoren Prof. Peter Hay und Prof. Dr. Hans-Eric Rasmussen-Bonne mit der gesamten Kanzlei WEITNAUER Attorneys-at-Law and Tax Advisors; die Kommoden-Truppe mit meinen Mitpromoventen Frederic Brodach und Dr. Yorck Graf von Pfeil; und last but not least: die großartige Katharina Meyer, der ich unzählige Kapitel diktierte, die sie spätabends nach Dienstschluss abtippte. Einfach so. Für einen Freund.

🔜 Nächster Halt: Rückblick #4 – Netzwerke gründen, wo noch keine sind.

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Über Wagner Arbitration

Unsere Kanzlei hat ihren Sitz in Berlin und ist auf gerichtliche und außergerichtliche Streitbeilegung mit Schwerpunkt Schiedsgerichtsbarkeit spezialisiert. Eine weitere Kernkompetenz ist die Beratung im nationalen und internationalen Wirtschaftsrecht.